P. Herbert Douteil CSSp
Chronogramm
Diözese Cruzeiro do Sul / Brasilien

Missionsarbeit am Oberlauf des Amazonas

Chronogramme 2014

Von mir verfasste Chronogramme in der Reihenfolge der für sie gültigen Jahre (nicht unbedingt wann sie entstanden sind!), wenn möglich mit Angabe des Anlasses, zu dem sie verfasst wurden; bei einigen auch Angabe, in welchem meiner Bücher das entsprechende Chronogramm veröffentlicht wurde - diese Chronogramme sind ein Beweis dafür, dass auch nach so langer Zeit die klassische Bildung hier im Urwald Brasiliens nicht ganz verloren ging und die wissenschaftliche Arbeit an den mittelalterlichen Handschriften ihre Spuren hinterlassen hat!

NB: Ein Chronogramm ist ein Satz oder eine Inschrift, meist in lateinischer Sprache, bei der alle darin vorkommenden Buchstaben, die zugleich römische Zahlensymbole sind (I [1], V [5], X [10], L [50], C [100], D [500], M [1.000]), zusammengezählt die Jahreszahl des Ereignisses ergeben, auf das sich der Text des Chronogramms bezieht. Die Zahlensymbole sind hierbei meist hervorgehoben, etwa durch größer herausgearbeitete Buchstaben, als Großbuchstaben an sich und/oder Vergoldung. aus: Wikipedia, 20.04.2009

2014 Neujahr – Jahreslosung
aDsIt nobIs DoMInVs IesVs – Jesus, der Herr, stehe uns zur Seite!

sIMVs patIentes In oMnIbVs – Lasst uns in allen Dingen geduldig sein!

IesVs sIt norMa norMans VItae pIae – Jesus soll die normgebende Richtschnur eines frommen Lebens sein!

Mögen sich in diesem Jahr die Probleme auf der Welt auch noch so hoch auftürmen, so dürfen wir doch nicht vergessen:
IesVs fVIt, est et erIt seMper MaIor – Jesus war, ist und wird immer größer sein.

Es ist leicht, hierzu eine Variante zu schreiben, wenn man an den Brief an die Römer (8,31.39: „Wenn Gott für uns, wer wird dann gegen uns sein? …. Nichts kann uns trennen von der Liebe Christi …“) oder den 1. Johannesbrief (1 Joh 3,20: „Und verurteilt auch uns unser Herr, Gott ist größer als unser Hern!“) denkt:
aMor IesV fVIt, est et erIt MaIor – Die Liebe Jesus war, ist und wird immer größer sein.

IesV, sIs nobIs nostra DeVotIo MoDerna – Jesus, sei du für uns unsere zeitgemäße Frömmigkeitsform.

Claude Poullart des Places

Unser Gründer Poullart de Places hinterließ uns Spiritanern folgendes Gebet: „Jesu, sis mihi semper Jesus“ – ein Gebetsruf, der sich nur dann richtig erschließt und verständlich wird, wenn man die Bedeutung des Namens „Jesus“ = „Erlöser“  an die zweite Stelle des Gebetes stellt, nämlich: „Jesus, sei für mich immer der Erlöser!“ – Es ist eine für uns alle immer neue und zeitgemäße Frömmigkeitsform („Devotio moderna“), die zur echten „Nachfolge Christi“ („Imitatio Christi“) aufruft, wie das Hauptwerk der „Devotio Moderna“ des Thomas (Hemerken) a Kempis (1379/1380 – 25.7.1471) lautete.


Zum Fest der Mutterschaft Mariens am 1. Januar lautet mein Gruß an sie in Form des Chronogramms:
aVe Mater DeI  et DIVInae gratIae – Sei gegrüßt, Mutter Gottes und Mutter der göttlichen Gnade!
aVe MarIa ora pronobIs In hora MortIs nostrae – Sei gegrüßt, Maria, bitte für uns in der Stunde unseres Todes!


Pius XI

Zum 10. Februar 2014: pIVs XI a. rattI papa, aVCtor enCICLICae IgnIpotentIs "MIt brennenDer sorge", ante septVagInta qVInqVe annos e VIta eXIIt. – Vor 75 Jahren ist Papst Pius XI., A(chilles) Ratti, der Verantwortliche für die wahrhaft flammende Enzyklika „Mit brennender Sorge“, aus dem Leben geschieden.


Joachim Kardinal Meisner

Zum 12. Februar 2014, dem 25. Jahrestag der Einführung von Kardinal Meisner in Köln; es gilt natürlich auch und vielleicht besonders für seinen am 1. März wirksam gewordenen Rücktritt:

I. MeIsner arChIepIsCopo CoLonIensI et CarDInaLI pIo et fortI pastorI gratIa tIbI.
Dank sei dir, Joachim Meisner, Erzbischof von Köln und Kardinal, frommen und mutigen Hirten!


Pius XII

Folgendes Doppelchronogramm schrieb ich zum 2. März, dem 75-jährigen Gedächtnis der an diesem Tag im Jahre 1939 nach nur drei Wahlgängen erfolgten Wahl von Eugenio Pacelli, der früher einmal Nuntius des Vatikans in Bayern und Deutschland gewesen war, zum Papst Pius XII.:

eVgenIVs paCeLLI antea LegatVs eLeCtVs seXagenarIVs qVInarIVs eCCLesIae ChrIstI papa pIVs XII eLegIt pontIfICatVs sVI sententIaM: opVs IVstItIae paX Vera – Eugenio Pacelli, der frühere Legat, der an seinem 65. Geburtstag zum Papst der Kirche Christi gewählt worden ist, nahm sich zum Leitspruch: „Das Werk der Gerechtigkeit ist der echte Friede“.

VerItas Vt regnet, IVstItIa aLta Vt fIat: sanCtIfICetVr pIVs papa XII eVgenIVs paCeLLI VerVs IVstVs e natIonIbVs Defensor paCIs totIVs orbIs aC popVLI eLeCtI Contra hItLer et perseCVtores naCIonaLsoCIaLIstas. – Möge die Wahrheit herrschen, möge die göttliche Gerechtigkeit Wirklichkeit werden: Möge Papst Pius XII. – Eugen Pacelli -, der wahrhaft Gerechte aus den Völkern, der Verteidiger des gesamten Erdkreises und des auserwählten Volkes gegen Hitler und die Nazis, ihre Verfolger, heiliggesprochen werden!


Mit einem Vorblick auf die Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II. am Barmherzigkeitssonntag, dem 27.4.2014:

Is annVs noVVs erIt Vere feLIX propter qVatVor papas orantes pro nobIs: eX sVpernIs sanCtVs Ioannes XXIII et sanCtVs Ioannes paVLVs II, DVo sanCtI patres VIVI In terrIs: beneDICtVs XVI et franCIsCVs: portae InfernI non praeVaLebVnt! VbI IesVs IbI nobIs LVX VIta atqVe VerItas. -

Dieses neue Jahr wird ein wirklich glückliches Jahr sein wegen der vier Päpste, die für uns beten: Zwei vom Himmel her: Der heilige Johannes XXIII. und der heilige Johannes Paul II., und zwei Heilige Väter auf Erden: Benedikt XVI. und Franziskus: Die Pforten der Hölle werden nicht die Oberhand gewinnen! Wo Christus ist, da ist Licht, da gibt es für uns Wahrheit und Leben! - 

Papst Johannes XXIII Papst Johannes Paul II Papst Benedikt XVI Papst Franziskus

Zur Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Johannes Paul II. am Barmherzigkeitssonntag, dem 27.4.2014, schrieb ich folgendes Doppelchronogramm:

Ioseph ronCaLLI nVntIVs apostoLICVs  aC patrIarCha praeCLarae VenetIae et postea papa eCCLesIae ChrIstI Ioannes XXIII, DeCLaratVs est sanCtVs In CaeLo – Joseph Roncalli, Apostolischer Nuntius und Patriarch des berühmten Venedigs und dann der Kirche Christi Papst Johannes XXIII., ist zum Heiligen im Himmel erklärt.

CaroLVs VVoItYLa arChIepIsCopVs CraCoVIae CarDInaLIsqVe eLeCtVs Ioannes paVLVs II papa atqVe VICarIVs IesV ChrIstI est et VIVIt nVnC patronVs VerVs noster CaeLestIs - Karol Wojtyla, der Erzbischof von Krakau und Kardinal, wurde als Johannes Paul II. zum Papst und zum Stellvertreter Jesu Christi gewählt und lebt jetzt als unser wahrhaftiger himmlischer Fürsprecher.


Papst Paul VI

Am 11. Mai 1993 Ankündigung der Seligsprechung Papst Paul VI., welche am 19. Oktober 2014 erfolgt:

paVLVs VI Defensor fortIs et seCVrVs hVManae VItae beatIfICabItVr et sIt nobIs CaeLestIs LVX

Paul VI., der tapfere und standhafte Verteidiger ´des menschlichen Lebens´, wird selig gesprochen werden und sei uns ein himmlisches Licht! – Mit Anspielung auf die selbst in kirchlichen Kreisen umstrittene Enzyklika „Humanae vitae“, und mit der Bitte um himmlische Erleuchtung beim Kampf gegen die Gender-Ideologie, welche das menschliche Leben in seinen Grundfesten angreift.


Fahne der EU

Zum 25. Mai 2014, dem Tag der Europawahl:

VIrI et VXores, eVropa sIne areopago aVt IVre CapItoLII, sIne goLgata est nIL nIsI CaDaVer sIne anIMa, peCVnIae faVens.
Ihr Männer und Frauen: Europa ohne den Areopag oder ohne das Recht des Kapitols und ohne Golgatha ist nichts anderes als ein seelenloser Leichnam, der günstig ist fürs Geld. –

Chronogramma confecerunt Herbert Douteil & Hermann Krüssel mense Maio anni MMXIIII

Das Chronogramm spielt auf einen Ausspruch von Prof. Heuss an, der sagte, dass Europa auf drei Hügeln ruht: Auf dem Areopag Griechenlands, auf dem Kapitol Roms und dem Golgatha Jerusalems, d.h. auf der Weisheit Griechenlands, dem Rechtssystem der Römer und auf dem Christentum; wenn auch nur einer dieser Hügel fehlt, verwandelt sich Europa unweigerlich in einen seelenlosen, wenn vielleicht auch äußerlich reichen Leichnam.
Wer die Demokratie bekämpft, bekämpft auch die freie Wahl, wer das Rechtssystem bekämpft, fördert den totalitären Staat. Bleibt die Frage, was derjenige will, der das Kreuz des Christentums aus der Öffentlichkeit verbannen will. Das Kreuz bzw. das Christentum ist tatsächlich rückwärtsgewandt: Vor zweitausend Jahren hat uns ein Mann in Israel gezeigt, was zutiefst human ist: Gottes- und Nächstenliebe, den Nächsten sehen und seiner Hilfe alles unterzuordnen. Das Ganze als Gottes Schöpfung, für die jeder mitverantwortlich ist, nicht die eigene Karriere – darum ging es ihm. Und er war ein Mann, der konsequent diese Botschaft gelebt hat und mit dem Leben, mit dem Kreuz dafür eingestanden ist.
Den Politikern Europas rufe ich zu: Cives Europaei sumus. Betonung auf den Plural der ersten Person und auf die Geschichte Europas. Im griechisch-römischen Mythos wurde Europa durch göttliche Bestimmung in das Land ihrer Zukunft getragen. Im christlichen Licht ist diese Bestimmung klar ans Tageslicht gekommen. Ein wenig mehr Demut täte gut!


Christi Himmelfahrt

Zum 29. Mai, dem Fest Christi Himmelfahrt:

hoDIe ChrIstVs aD CaeLos asCenDIt  aLLeLVIa – Heute steigt Christus zum Himmel empor – Halleluja!

Foto: Frauen am Grabe Christi und Himmelfahrt des Herrn (sog. „Reidersche Tafel“); Elfenbein; Mailand oder Rom, um 400 n. Chr.


Pfingsten

Zum 08. Juni 2014, dem Pfingstfest:

VenI, sanCte Creator spIrItVs eXIens IbI eX patre fILIoqVe IesV ChrIsto, pLenItVDo gratIae, sapIentIae, fortItVDInIs, CarItatIs, VnCtIonIs spIrItVaLIs, Vt VIVas paraCLItVs In peCtorIbVs nostrIs!– Komm, Heiliger Schöpfergeist, der Du dort aus dem Vater und dem Sohn Jesus Christus hervorgehst, Du Fülle der Gnade, der Weisheit, der Stärke, der Liebe, der geistlichen Salbung, um als Tröster in unseren Herzen Wohnung zu nehmen.


WM 2014

Zum 12.6.2014, unmittelbar vor dem Auftakt der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien:

VIrI afrICae aMerICae asIae aVstraLIae atqVe eVropae LVDent In terrIs brasILIensIbVs - qVIs VICtor eVentVs erIt? – Männer Afrikas, Amerikas, Asiens, Australiens und Europas werden auf brasilianischem Boden spielen – wer wird Sieger des Spektakels sein?


Dreifaltigkeitsikone von Andrei Rubljow (etwa 1411)

Zum 15. Juni 2014, dem Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit:

gratIas tIbI DeVs VerVs, gratIas tIbI Vera et VnICa trInItas, VnItas In trInItate, gLorIa tIbI fons VnICVs totIVs sanCtItatIs, beneDICtVs sIs genItor et fILIVs et spIrItVs sanCtVs paraCLItVs! aLLeLVIa! – Dank sei Dir, wahrer Gott, Dank sei Dir, wahrhaftige und einige Dreifaltigkeit, Einheit in Dreifaltigkeit! Ehre sei Dir, Du einzige Quelle aller Heiligkeit! Gepriesen seist Du, Vater, und Du, Sohn, und Du, Heiliger Geist, Du Tröster! Halleluja! – Wie kann man ein Chronogramm über die Hl. Dreifaltigkeit schreiben, ohne gleich fast einen kleinen theologischen Traktat zu verfassen??


Prozession an Fronleichnam
Foto: Andreas Gälle

Zum 19. Juni 2014, dem Fest Fronleichnam, schrieb ich zwei Chronogramme:
IhesVs ChrIstVs DIVInVs paNIs angeLICVs faCtVs est nobIs VerVs CIbVs VIatorVM – Jesus Christus, das göttliche Engelsbrot, ist für uns eine wahrhaftige Speise auf der Wanderschaft geworden. - Der Grundgedanke stammt aus der 21. Strophe der von Thomas von Aquin zum Fest Fronleichnam verfassten Sequenz „Lauda Sion“.

peCCat Caro, MVnDas Caro, regnas Caro, honos, IesV, tIbI sIt.– Es sündigt das Fleisch (des ersten Adam), Du, Jesus (Wort Gottes, das Du Fleisch angenommen hast) reinigst das Fleisch, Du herrschst im Fleisch (erhoben mit Gottheit und Menschheit und sitzt nun zur Rechten des Vaters), Ehre sei dir, Jesus. - Nach dem Hymnus „Aeterne Rex altissime“ vom Fest Fronleichnam.


Zum 27. Juni  2017, dem Herz-Jesu-Fest schrieb ich die beiden folgenden Chronogramme:

Cor IesV, arCa LegeM ContInens non serVItVtIs VeterIs, seD fontIs eXVberantIs gratIae, VenIae et Vitae, tIbI sIt LaVs et gLorIa – Herz Jesu, Lade, die nicht das Gesetz des Alten Bundes, sondern der überstömenden Quelle der Gnade, der Vergebung und des Lebens enthält, dir sei Lob und Herrlichkeit.

aVe, Cor IesV, tV eXstas fornaX Vera CarItatIs arDentIs, paX atqVe reConCILIatIo nostra, MIserere nobIs – Gruß Dir, Herz Jesu! Du bist der wahre Herd der Liebe, Du bist Friede und unsere Versöhnung, erbarme Dich unser! – Nach den Anrufungen der Herz-Jesu-Litanei.


Dreikönigsschrein im Kölner Dom

Zum 27. Juli 2014, dem 850. Jahrestag der Übertragung der Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln, entstand folgendes Doppelchronogramm:

fIant festa trIVM regVM orIentIs:
eXornate Vos et eXVLtate: CoLonIa per oCtIngentos et qVInqVagInta annos pIe Venerata est reLIqVIas sanCtI CasparIs sanCtI MeLChIorIs et sanCtI baLthasarIs –

Begangen werden sollen die Festlichkeiten der drei Könige aus dem Morgenland.

Putzt euch heraus und singt Jubelchöre: Köln hat seit 850 Jahren fromm die Reliquien des heiligen Kaspar, des heiligen Melchior und des heiligen Balthasar verehrt!


Der Chateauwald bei Ypern besteht nach den intensiven Artilleriebombardements nur noch aus Baumstümpfen (1917)

Zum 1. August 2014, an dem sich der Beginn des Ersten Weltkrieges, der die Völker Europas in ein bis dahin ungeahntes Chaos stürzte, zum 100. Mal, und zum 1. September 2014, am dem sich der Beginn des noch viel unseligeren 2. Weltkrieges zum 75. Mal jährt, schrieb ich:

Non IaM Insana fVrIa beLLI DestrVat natIones popVLos VItas et CIVItates! sIt paX IVsta In Vrbe et In CVnCtIs terrIs! – Niemals mehr soll eine unsinnige Kriegswut Nationen, Völker, Leben und Städte zerstören! Gerechter Friede herrsche in der Stadt und in allen Erdteilen!


Mariä Himmelfahrt, Michel Sittow (etwa 1469-1525)

Zum 15. August 2014, dem Fest der Aufnahme Marias in den Himmel, schrieb ich die beiden folgenden Chronogramme:

aVe MarIa Mater pIa IesV, ora pro nobIs!
Gegrüßet seist du, Maria, gütige Mutter Jesu! Bitte für uns!

assVMpta et eXaLtata es aD CaeLos: tV fILIa patrIs, genItrIX fILII pVra sponsa spIrItVs sanCtI! Trahe nos In eXILIo stantes post te!
Aufgenommen bist du und erhoben in den Himmel, du Tochter des Vaters, du Mutter des Sohnes, du reine Braut des Heiligen Geistes! Hole uns zu dir, die wir noch in der Verbannung leben!


Kaiser Augustus als Oberster Priester

Zum 19. August 2014:
Caesar aVgVstVs qVI pater patrIae paCI ConsVLVIt ante DVo MILLIa annos eX VIta IVIt – Caesar Augustus, der als Vater des Vaterlandes sich für den Frieden eingesetzt hat, ist vor 2.000 Jahren aus dem Leben geschieden.

Foto: Augustus als Oberster Priester (Rom, Museo Nazionale Romano), www.wikipedia.de


Pius X

Zum 20. August 2014, dem 100. Todestag des heiligen Papstes Pius X.:

ILLe Iosef sarto Is qVI paroCVs epIsCopVs patrIarCa VenetIae pontIfeX pIVs X fVerat CVIVs sententIa fVIt oMnIa In ChrIsto restaVrare ante LVstra  VIgIntI beLLo horrIbILI IneVnte e VIta CessIt - Josef Sarto, der Pfarrer, Bischof, Patriarch von Venedig gewesen und zum Papst Pius X. gewählt worden war, hat als Leitspruch: „Alles in Christus erneuern“ gehabt; er ist vor zwanzig Lustren (= einhundert Jahren) bei Anbruch des schrecklichen Krieges aus dem Leben geschieden.


Zum 24. August 2014, meinem 79. Geburtstag, schrieb ich:

eIa VIVens non aMIttIt speM
Wohlan, solange einer lebt, lässt er die Hoffnung nicht fahren – oder freier übersetzt: „Wohlan denn: …. selbst am Grabe noch pflanzt er die Hoffnung auf!“


Zum 28. August 2014, dem Fest des heiligen Augustinus, schrieb ich:

aVgVstInVs sanCtVs  IVstVs atqVe pIVs epIsCopVs DICIt: DILIge et qVoD VIs faC
Augustinus, der heilige, gerechte und fromme Bischof sagt: Liebe, und tue, was du willst. – Dieses „Liebe“ muss natürlich richtig verstanden werden – es meine das Bemühen, aus Liebe immer das Beste in Bezug auf Gott, den Nächsten und sich selbst tun zu wollen!

sententIa aVgVstInI sIt et nostra: CreDo In CorpVs IhesV XrI qVoD est eCCLesIa Vna sanCta CathoLICa apostoLICa opVs trInItatIs totIVs – Der Lehrsatz des Augustinus sei auch der unsere: Ich glaube an den Leib Jesu Christi; es ist die eine, heilige, katholische, apostolische Kirche, das Werk der gesamten Dreifaltigkeit.


Zum 9. November 2014, dem 25. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer, schrieb ich:

ante VIgIntI et qVInqVe annos ILLe tVrpIs MVrVs beroLInensIs a popVLo paCIfICe patefaCtVs est.
eXsVrgIt VoX nostra: ConsensVs et IVstItIa atqVe LIbertas pro patrIa teVtonICa Lege reVnIfICata!

Vor fünfundzwanzig Jahren ist die berüchtigte Berliner Schandmauer vom Volk auf friedliche Weise geöffnet worden.
Unsere Stimme erhebt sich: Einigkeit und Recht und Freiheit für das durch das Recht wiedervereinigte deutsche Vaterland!


Erscheinung der unbefleckten Maria

Zum 8. Dezember 2014, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis Marias, schrieb ich:

aVe VIrgo genItrIX sIngVLarIs pVLCra atqVe natVra InCorrVpta et pVra aC LabIs prorsVs oMnIs nesCIa = Jungfrau-Mutter, einzigartig schön und von unverdorben reiner und ganz fleckenloser Natur! vgl. die Enzyklika „Ineffabilis Deus“ von Pius IX., die Deutung von Rupert von Deutz (+ 1129) zu Hld 4,7: “Tota pulcra es” – “ganz schön bist du”, und die Texte des Breviers am Fest der Unbefleckten Empfängnis, wo es dann noch heißt: „omni exercitu Angelorum natura pulcrior, formosior et sanctior, una incorrupta pulcritudinis columba“ –  “schöner, formvollendeter und heiliger an Natur als das gesamte Heer der Engel, einzigartige Taube von unverfälschter Schönheit”


Zum 31. Dezember: Wenn in Kevelaer die Wallfahrer die Kerzenkapelle, d.h. die ursprüngliche und eigentliche Wallfahrtskirche, verlassen, dann lesen sie auf dem Porticus ein Wort, das ich uns allen beim Ausgang dieses Jaahres und beim Einzug ins neue mit auf den Weg geben möchte, um unseren weiteren Lebensweg unter den Schutz Mariens zu stellen:

MarIa pIa, nobIs Iter para tVtVM!
Maria, du liebe, bereite uns einen sicheren Weg!