P. Herbert Douteil CSSp
Chronogramm
Diözese Cruzeiro do Sul / Brasilien

Missionsarbeit am Oberlauf des Amazonas

Chronogramme 2013

Von mir verfasste Chronogramme in der Reihenfolge der für sie gültigen Jahre (nicht unbedingt wann sie entstanden sind!), wenn möglich mit Angabe des Anlasses, zu dem sie verfasst wurden; bei einigen auch Angabe, in welchem meiner Bücher das entsprechende Chronogramm veröffentlicht wurde - diese Chronogramme sind ein Beweis dafür, dass auch nach so langer Zeit die klassische Bildung hier im Urwald Brasiliens nicht ganz verloren ging und die wissenschaftliche Arbeit an den mittelalterlichen Handschriften ihre Spuren hinterlassen hat!

NB: Ein Chronogramm ist ein Satz oder eine Inschrift, meist in lateinischer Sprache, bei der alle darin vorkommenden Buchstaben, die zugleich römische Zahlensymbole sind (I [1], V [5], X [10], L [50], C [100], D [500], M [1.000]), zusammengezählt die Jahreszahl des Ereignisses ergeben, auf das sich der Text des Chronogramms bezieht. Die Zahlensymbole sind hierbei meist hervorgehoben, etwa durch größer herausgearbeitete Buchstaben, als Großbuchstaben an sich und/oder Vergoldung. aus: Wikipedia, 20.04.2009

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Europa des Glaubens: Papst Johannes Paul II. am Wallfahrtsort der "Trösterin der Betrübten", Butzon & Bercker, Kevelaer, 1987 – S. 71
Mit dem Foto der Unterschrift des Papstes unter dem von mir gedichteten, fehlerhaften Chronogramms

Neujahrswunsch:
IesVs hoMo pro hoMInIbVs
Vt hoMInes sInt IesVs hoMo.

Christus wird Mensch für die Menschen,
damit die Menschen dem Menschen Jesus ähnlich sind.
Pe Georg Rose schrieb uns zu Neujahr: Gott wird Mensch, damit es menschlicher zugeht auf der Erde. Gott wird Mensch, um ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen. Gott wird Mensch, damit wir erkennen, wie gut Gott es mit uns meint. Gott wird Mensch, damit wir einmal für immer bei Gott sein können. - Ich formte diese Gedanken zum oben stehenden Doppelchronoramm.

Neujahrsgedanken 2013
DeVs seMper nobIs proVIDebIt
Gott wird immer für uns sorgen!

Zum Fest der Mutterschaft Marias am 1. Januar:

aVe MarIa Mater IesV pIa – Sei gegrüßt, milde Maria, Mutter Jesu!

Ostern:
IesVs ChrIstVs eX VIrgIne natVs resVrreXIt VIVVs tertIa DIe eX sepVLCro
sICVt apostoLI sVIs etIaM sensIbVs probaVerVnt

Jesus Christus, der aus der Jungfrau geboren wurde, erstand wirklich lebendig am dritten Tage aus dem Grab, wie es die Apostel mit ihren eigenen Sinnen geprüft haben
(nach Augustinus)

ChrIstVs resVrreXIt Vere eX MortVIs
IVbILent ChrIstIanI LaVDes aLLeLVIa

Christus ist wahrhaft von den Toten erstanden!
Die Christen sollen Jubellieder singen: Alleluja!

Jesus: 2013

saLVe, IesV, tIbI sIt gLorIa, qVI natVs es De VIrgIne
et CVM patre et sanCto spIrItV VIVIs In aeterna saeCVLa

Sei gegrüßt, Jesus, dir sei Ehre, der du von der Jungfrau geboren bist
und mit dem Vater und dem Heiligen Geist in unendliche Ewigkeiten lebst.

Glückwunsch für Dr. Rudolf Suntrup zu seiner Emeritierung am 11. Juli 2013:
rVDoLfe sVntrVp, qVI ante seXagInta et qVInqVe annos natVs es
totqVe opera sCIentIfICa ILLVstrIa pVbLICaVIstI,
VIVas fLoreas CresCas Vtens feLICIter annIs tVIs aDVenIentIbVs

Rudolf Suntrup, du bist vor 65 Jahren geboren
und hast so viele berühmte wissenschaftliche Werke veröffentlicht,
mögest du leben und blühen und gedeihen,
indem du die dir noch kommenden Jahre glücklich genießt!

Lebewohl zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI:
aVe beneDICte papa XVI seneX
qVI VenIstI Cooperator VerItatIs In noMIne XrhI IesV
sIt tIbI nobIs VergentIbVs Corona trIpLeX VItae perpetVae
VaLe!

Gruß Dir, alt gewordener Papst Benedikt XVI.,
gekommen bist du als Mitarbeiter an der Wahrheit im Namen Jesu Christi,
möge dir durch unsere inständige Zuwendung die dreifache Krone des ewigen Lebens gehören!
Lebe wohl!
NB: Xrhi = Chi-Rho (Christus) + I – „dreifache Krone“ – Anspielung an die Tiara

Der Papst an die zum Konklave versammelten Kardinäle:
Cor aD Cor LoqVatVr In harMonIa CaeLestI perfeCta
Möge das Herz zum Herzen in vom Himmel gewirkter vollkommener Harmonie sprechen!
In ein Chronogramm gebrachte Gedanken aus der Abschiedsansprache des Hl. Vaters an die Kardinäle zum bald beginnenden Konklave

Willkommensgruß an Papst Franziskus:
13/3: saLVe franCIsCe prIMVs VerVs VICarIVs ChrIstI fILII patrIs aeternI atqVe spIrItVs sanCtI paCIfICatorIs saeCVLI
Sei gegrüßt, Franciscus I, wahrer Stellvertreter Christi, des Sohnes des ewigen Vaters, und des Heiligen Geistes, der der Welt den Frieden bringt!
Gleich in der Nacht nach der Wahl geschrieben, als noch nicht bekannt war, dass der neue Papst nicht „Franziskus I.“ genannt werden wollte.

Widmung der Übersetzung des „Rationale Divinorum Officiorum“ an Papst Benedikt XVI:
28/2: beneDICto XVI papae eMerIto
qVI VenIt CoLLaborator VerItatIs IesV ChrIstI
fILII patrIs aeternI et VIrgInIs pVrae.

Dem emeritierten Papst Benedikt XVI. gewidmet;
er kam als Mitarbeiter an der Wahrheit Jesu Christi,
des Sohnes des ewigen Vaters und der reinen Jungfrau.

zum Abschluss meiner Arbeit an der Übersetzung des „Rationale“:
sIs opVs MagnVM herIbertI
du sollst Herberts Hauptwerk sein

Papst Franziskus
© www.presidencia.gov.ar / CC-BY-SA-3.0

Zur offiziell am 01. 12.2013 im Kanon der Messe verpflichtend wieder eingeführten Übersetzung des „pro multis“ = „für viele“
passIo atroX atqVe pVra IesV ChrIstI In CrVCe eXVtI Vere suffICIt pro oMnIbVs neC Vero effICIt totos saLVos CaVsa LIberI arbItrII VnIVsCVIVsqVe.
Das blutige, aber zugleich unbefleckte Leiden des am Kreuz entblößten Jesus Christus ist wirklich genügend für alle, macht aber nicht alle wirksam selig wegen des freien Willens eines jeden.
Es ist ein Chronogramm zur offiziell am 01.12.2013 im Kanon der Messe verpflichtend wieder eingeführten Übersetzung des übereinstimmend von Matthäus (Mt 26,28) und Markus (Mk 14,24) überlieferten „pro multis“ = „für viele“ statt des zwischenzeitlich gebräuchlichen „für alle“; das Chronogramm gibt die in der mittelalterlichen Theologie Unterscheidung von „genügend für alle“, aber der wegen des freien Willensentscheides eines jeden Menschen „Wirkmächtigkeit nur für viele“ wieder.

Mein diesjähriges Chronogramm zum Advent, zu Weihnachten und zur Vorbereitung auf Christi endgültiges Kommen ist ein tiefsinniges Spiel mit Buchstaben:
aDVenIat DoMInVs IHS
Der Herr Jesus, er möge kommen! – oder im Advent freier übersetzt: „Komm, Herr Jesus“
Mit der Veränderung eines einzigen Buchstabens, d.h. der Wegnahme des „a“ des Verbs, wird daraus die Perfektform der Weihnachtsbotschaft:
aDVenIt DoMInVs IHS– Der Herr Jesus ist gekommen.

Und wenn wir noch einmal in dasselbe Wort den Buchstaben „e“ einsetzen und das Wort damit in die Futurform ändern, wird daraus die Verheißung der endgültigen Ankunft:
aDVenIet DoMInVs IHS – Der Herr Jesus wird kommen!
Dieses Chronogramm ahmt die Mehrdeutigkeit des aramäischen Gebetsrufes „Maranatha“ aus der palästinensischen Urgemeinde nach; dieser Ruf ist wahrscheinlich in „marána“ = unser Herr, und „tha“ = „kommt“ aufzulösen – oder auch in „marán“ = „der Herr“ , und „´atá“ = „ist gekommen“, was ein prophetisches Perfekt wäre (= „unser Herr wird mit Sicherheit kommen“); der Ruf blieb als heilige, liturgische Formel unübersetzt und wurde auch von griechisch sprachigen Gemeinden übernommen, wie es 1 Kor 16,22 beweist und sich noch in der Apokalypse 22,12 („Ja, ich komme bald!“) und Apk 22,20 („Amen! Komm, Herr Jesus!“) und in der Didache nachweisen lässt.
Maranatha – hoDIe IesVs aDVenIt –
Unser Herr ist gekommen, heute ist Jesus da!

Eine Variante des Chronogramms lautet:
Maranatha – eIa IHS noster DeVs aDVenIt
Unser Herr ist gekommen, ja, Jesus, unser Gott, ist da.

Zu Weihnachten lautet mein Gruß an Maria in Form dieses Chronogramms:
2013 aVe MarIa Mater IesV et gratIae
Sei gegrüßt, Maria, Mutter Jesu und Mutter der Gnade!